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In Europa gibt es eine Vielzahl zotthaariger Hütehunde: In Portugal ist es der Cao da Serra des Aires, in den spanischen Pyrenäen der Gos d`Atura, in Frankreich der Berger des Pyrenees und der Berger de Brie (Briard). In Holland kennt man den Schapendoes, in Polen den Polski Owczarek Nizinny (PON), in Ungarn die Pumi. Auch der englische Bobtail und sogar der Collie (zumindest in seiner Ursprungsform) sind mit dem Schafpudel verwandt. Bei den Hirtenhunden zählt man den ungarischen Kommodor und den russischen Owtscharka dazu.Wer diese Hunde in ihrer modernen Form kennenlernen will, sei das Buch “Der neue Kosmos-Hundeführer” von Eva-Maria Krämer empfohlen. Hier finden sie einige ältere Abbildungen und die dazugehörigen Beschreibungen aus dem Sammelalbum “Kamerad Hund” (um 1950).
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Der Schafpudel ist weder ein waschechter Pudel noch ein Spezialist zum Schafehüten, sondern zeigt nur in seinem dichten Zottelhaar eine gewisse Pudelähnlichkeit und ist im übrigen für alle Hütezwecke bestens brauchbar; er wird selbst mit wiederborstigen Schweineherden gut fertig, die er auf den nord- deutschen Weiden Tag und Nacht hütet. Vorläufig ist er noch in unterschiedlichen Farbschlägen anzutreffen, wird jedoch immer mehr als rein weißer Typ gezüchtet; doch bleibt seine vielseitige Verwendbarkeit immer noch das höchste Zuchtziel
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Der altdeutsche Schäferhund, das Urbild aller unserer Herdengebrauchshunde, trägt einen rauhen, struppigen Pelz unterschiedlicher Verbrämung und dazu Hängeohren. Sein kräftiger Kopf zeigt noch nicht die spitze Schnauze unserer hochgezüchteten deutschen Schäferhunde, aber das gute. kräftige Trabergebäude aller dieser lauftüchtigen Hundeschläge. In der Stadt äußert selten, leistet dieser unverbildete Bursche auf dem Lande als Wach- und Herdenhund gute Dienste.
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Der Odenwälder Hirtenhund, ein kleiner anspruchsloser, leistungsfähiger Herdengebrauchshund, treibt seine Schützlinge von einer Waldweide zu anderen. Sein recht struppig wirkendes Fell macht ihn wetter- und klimafest. Seit langem bemühen sich die Odenwälder Hirten, diesen tüchtigen Hundeschlag durch strenge Zuchtauslese äußerlich und innerlich in bester Form zu halten. Für das Stadtleben in unfreiwilliger Muße ist dieser urwüchsige Bursche ungeeignet, nicht zuletzt wegen seines verfilzten Zottelpelzes. Im Gebirge bewährt sich dieser kleine wendige Schlag bestens.
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Der Pumi, ein kleiner ungarischer Hirtenhund besitzt im Gegensatz zum nahezu gleichgroßen ungarischen Puli Stehohren wie der norddeutsche Hütespitz, dessen Blut möglicherweise in seinen Adern kreist. Sein kürzeres Zottelhaar zeigt eine überwiegend hellgraue Färbung. Klein aber beweglich hält er selbst große Herdentiere in Schach und wird als routinierter Fesselbeißer auch mit den widerborstigen Schweinen leicht fertig. Als reiner Arbeitshund entfaltet er seine nützlichen Begabungen nur bei der Herde und entging bis jetzt seinem Schicksal ein Modehund zu werden.
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Der Komodor, ein ungarischer Hirtenhund ist mit seinem bis auf den Boden reichenden verfilzten Zottelhaar ein wandernder Wollklumpen aus dem die kleinen dunklen Augen wie hinter einem Vorhang kaum hervorschauen können. Tag und Nacht bei der Herde, ist er allen Unbilden seiner Heimat, der ungarischen Pußta, gewachsen. Er wirkt durch sein ungepflegtes Fell voller zusammengeballter Filzplatten noch größer als er ohnehin schon ist. Er wird mit dem stärksten Bullen und den schnellen Pferden fertig und verliert auch durch seinen unförmigen pelz nichts an seiner Wendigkeit. Mutig und stark verteidigt er die ihm anvertrauten Herden gegen vier- und zweibeinige Räuber der weiten Pußta.
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Der Owtscharka oder russische Hirtenhund stellt einen großen und kräftigen Hund dar; er wirkt durch sein überreiches, rauhes Zottelhaar besonders wuchtig und erinnert, dabei etwas an den Bobtail sowie den Kommodor. Unter allen möglichen Farbschlägen überwiegt bei ihm ein schönes Silbergrau, ferner ein leuchtendes Rot oder ein reines Weiß. Unverbildet und von keiner Mode entdeckt, bewahrte er seine guten Eigenschaften bis heute, die sich bei der Herde bestens bewähren. Das kräftige Trabergebäude verrät den lauftüchtigen Arbeitshund der weiten russischen Weideflächen.
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Der Schäferhund von Brie oder Briard ist ein brauchbarer Herdengebrauchshund und zeigt sich in allen möglichen Farbschlägen mit Ausnahmen von Weiß. Die aufrechtstehenden langbehaarten Ohren prägen das gesicht recht typisch. Als hochgeschätzter Herdenhund bewacht er in Mittelfrankreich Schafe und Ziegen, wird aber auch von Kennern vor allem wegen seines eigenartigen Kopfbildes gern als Stadt- und Begleithund gehalten. Die angenehme Mittelgröße gestattet ihm eine eine flinke Wendigkeit und er erfreut sich in seiner Heimat einer ähnlich Beliebtheit wie bei uns der Deutsche Schäferhund.
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Der Schäferhund der Pyrenäen darf keinesfalls mit dem viel größeren weißen Pyrenäenhund aus der Gruppe der Langhaardoggen verwechselt werden. Als tüchtiger Arbeitshund bei der Herde zeigt er sich dank seines dichten, struppigen Felles allen Unbilden von Wetter und Klima gewachsen. Weil seine Züchter nur Wert auf Leistung legen, darf er mit allen Ohrformen und Haartrachten vor- kommen; auch zeigt sein Felll die unterschiedlichsten Farbzustammenstellungen, nur niemals reines Weiß. Er wird nur selten außerhalb seines Heimat- und Arbeitsbereichs angetroffen.
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Der Altenglische Schäferhund oder Bobtail trägt, wie sein Name sagt, einen Stummelschwanz von Geburt. Sein dichter Zottelpelz macht ihn besonders für die Gebirgsweidebetrieb geeignet, wo ihm auch das struppigste Gebüsch nichts anhaben kann. Die Mutzschwänzigkeit sowie das stets verfilzte üppige Fell machen diesen knorrigen Burschen zu einem orginell wirkenden Wollknäuel, bei dem es oft schwer fällt, vorn und hinten zu unterscheiden; zudem läßt es ihn noch größer erscheinen als er in Wirklichkeit ist. Seine etwas groteske Erscheinung ließ ihn auch zum angenehmen Mode- und Stadthund werden
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